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Schloss Britz

Die Bewohner von Schloss Britz

13. Jahrhundert-1699: Familie von Brietzke
Die Adelsfamilie von Brietzke (oder Britzik, Britzke) war spätestens seit dem 13. Jahrhundert Lehensbesitzer in Britz, zunächst als Inhaber von Patronat und Gerichtsbarkeit neben anderen, im späten Mittelalter dann als alleinige Herren. Ob sich ihr Wohnhaus, das 1547 wieder aufgebaut werden musste, an der Stelle des heutigen Schlosses befand, ist nicht sicher. Möglicherweise handelte es sich um eine befestigte Burg, die jedoch im 16. Jahrhundert als schlichte Fachwerkanlage neu errichtet wurde. Von den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges konnten sich die Brietzkes, wie so viele eingesessene Familien, nicht erholen. 1699 verkauften sie ihr Gut mit allen ihnen noch verbliebenen Anteilen.

1699-1705: Samuel von Chwalkowski (1657-1705)
Mit dem kurfürstlichen bzw. königlichen Kammerpräsident kam 1699 erstmals ein hoher landesherrlicher Beamter in den Besitz des Gutes. Auch wenn Chwalkowski selbst kaum hier gewesen sein wird, änderte sich in der Folgezeit der Charakter des Ortes grundlegend. Das ländliche Britz wurde nun in die Entwicklungen des nahen Hofes in Berlin einbezogen. Wahrscheinlich ließ Chwalkowski als Mitglied der Bauaufsichtsbehörde das alte Gutshaus abreißen und ein den neuen Bauvorschriften entsprechendes solides, neunachsiges und zweigeschossiges Steinhaus errichten, das vermutlich um 1706 vollendet war.

1705-13: Sigismund von Erlach (1671-1722)
Der Hauptmann der Schweizer Garde und spätere Hofmarschall war mit Chwalkowskis Tochter Dorothea Charlotta verheiratet. Nach ihrem frühen Tod 1705 und dem Erwerb aller Anteile der Erben kam er 1707 in den vollständigen Besitz des Gutes. Er musste es aber schon sechs Jahre später wieder veräußern, als er sein Amt unter dem neuen König Friedrich Wilhelm I. verlor. Unter Erlach wurde das Gutshaus in seiner barocken Gestalt vollendet.

1713-19: Friedrich Wilhelm Graf von Schwerin (1678-1727)
Mit dem Wechsel auf dem preußischen Thron im Jahre 1713 war auch ein weitgehender Austausch der Hofbeamten verbunden. Der Graf von Schwerin, Oberhofmeister der Königin Sophie Luise, wurde unter dem Soldatenkönig Geheimer Rat und Mitglied des Staatsrats. Standesgemäß erwarb er mit Britz ein Landgut, ohne hier jedoch bedeutende Spuren hinterlassen zu haben. 1717 wurde das ehemalige Lehen Britz zum Allodialgut erklärt. Sein Besitzer konnte nun auch de jure frei und unabhängig vom Landesherrn darüber verfügen.

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